Artikel: Laufen als Medizin: Wie Grace Wabijn das Büroleben gegen eine Reise nach Ungarn eintauschte

Laufen als Medizin: Wie Grace Wabijn das Büroleben gegen eine Reise nach Ungarn eintauschte
Viele Menschen träumen davon, das „System“ hinter sich zu lassen, aber Grace Wabijn hat es wirklich getan. Sie kündigte ihren Job, ließ das Büro mit seiner künstlichen Beleuchtung hinter sich und machte sich auf eine monatelange Reise in Richtung Budapest, mitten im Winter. Wir haben mit ihr über die harte Realität unterwegs gesprochen, über ihre Suche nach Sinn und darüber, wie sie ihren Körper bei dieser körperlich sehr anspruchsvollen Herausforderung unterstützt.
Ein Leben unter TL-Beleuchtung
Schon in der Schulzeit merkte Grace, dass der typische Lebensweg nicht zu ihr passt. Nicht, weil sie Regeln ablehnte, sondern weil sie verstehen wollte, warum wir überhaupt so leben, wie wir leben. Nach verschiedenen Ausbildungen und Jobs in der IT und im Accountmanagement fühlte sie sich zunehmend unwohl, wie mit einem sprichwörtlichen Stein im Magen.
„Ich habe oft sichere Entscheidungen getroffen, aus einem Überlebensgefühl heraus, das ich aus meiner Kindheit kannte“, erzählt Grace. „Aber irgendwann lässt sich diese innere Stimme nicht mehr ignorieren. Ich war körperlich und mental so festgefahren, dass ich etwas Grundlegendes verändern musste.“
Dieses „Grundlegende“ wurde das Wandern. Es begann mit dem Pieterpad, doch schon bald kam der radikale Gedanke auf, was wäre, wenn ich einfach weiterlaufe, in Richtung ihres Vaters nach Ungarn, mitten im Winter.
Die Feuertaufe im Schnee
Die Entscheidung, im Winter zu starten, hatte praktische Gründe, denn im Frühling muss sie wegen ihrer Bienen wieder zu Hause sein. Gleichzeitig war es aber auch eine große mentale Herausforderung. Und diese begann sofort.
„Ich hatte zwar geübt, aber die Realität ist ganz anders. Schon am zweiten Tag lag in den Niederlanden eine dicke Schneedecke. Ich wurde nervös, doch es zwang mich direkt, langsamer zu werden. Mit gefrorenen Händen wird selbst das Greifen in die Tasche zur Herausforderung. Diese Ruhe und die Akzeptanz, dass die Dinge kommen, wie sie kommen, gehören bisher zu den wertvollsten Lektionen.“
Körperliche Herausforderungen und Unterstützung durch die Ernährung
Wer seinen Körper jeden Tag stark beansprucht, merkt schnell, wenn etwas nicht im Gleichgewicht ist. Grace hat früh gemerkt, dass ihr Körper bei Kälte und körperlicher Anstrengung andere Bedürfnisse hat als bei der Arbeit im Büro.
„Abends bin ich sofort erschöpft und schlafe schnell ein, was zu Hause wegen des vielen Grübelns kaum möglich war. Gleichzeitig muss ich auf meine Ernährung achten. Da ich unterwegs nicht immer frisch und abwechslungsreich kochen kann, nutze ich Supplemente von Ergomax, um meinen Körper täglich zu unterstützen.“
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Shilajit:Zur Unterstützung des Energieniveaus und der natürlichen Abwehrkräfte
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Beef Liver: Eine natürliche Quelle von Nährstoffen wie Vitamin A und B12, die zur Verringerung von Müdigkeit beitragen
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Magnesium: Zur Unterstützung der normalen Funktion der Muskeln und des Nervensystems
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Elektrolyten: „Mein Wasser wird eiskalt, wodurch ich unbewusst weniger trinke. Die Elektrolyte in meiner Flasche helfen mir, meinen Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten, auch wenn jeder Schluck eine Herausforderung ist.“
Neunzehn Kilo Ballast
Die ersten Tage waren eine "militärische Operation". Grace trug neunzehn Kilo auf ihrem Rücken. "Der zusätzliche Druck auf meine Füße war ungekannt schwer. An meinem ersten Ruhetag hat mein Freund fünf Kilo an Sachen wieder mitgenommen. Meine Kulturtasche wurde auf das Wesentliche reduziert, zusätzliche Powerbanks und Steckerleisten verschwanden. Man lernt sehr schnell den Unterschied zwischen 'praktisch' und 'notwendig'."
Was kam stattdessen dazu? Reiner praktischer Nutzen: eine Schaumstoffmatte, um auf gefrorenen Bänken zu Mittag essen zu können, Spikes für unter die Schuhe und eine Regenhose gegen den rauen Wind.
Die Einsamkeit und die Konfrontation
Wandern fordert nicht nur den Körper, sondern zeigt auch, was innerlich passiert. Grace erinnert sich an ihren bisher schwersten Moment in der Nähe von Gouda. "Nach 16 Kilometern im Schnee war ich völlig erschöpft. Ich setzte mich kurz auf eine Bank, doch dort wurde ich von einem aggressiven Mann beschimpft. In so einem Moment, wenn man ohnehin ausgelaugt ist und sich nur nach Ruhe und Wärme sehnt, trifft einen das besonders hart."
Gerade solche Erfahrungen machen sie jedoch stärker. "Ich beschäftige mich schon lange mit Selbstentwicklung, aber bisher fand vieles nur im Kopf statt. Unterwegs lerne ich endlich, wirklich zu spüren, was ich brauche. Ich gehe heute viel sanfter mit mir selbst um. Der strenge 'Drill Sergeant' in mir wird immer öfter von einer Stimme ersetzt, die mich ermutigt und stolz auf mich ist."
Was ist echter Reichtum?
Die Reise hat Graces Verständnis von Erfolg stark verändert. Sie beobachtet, wie viele Menschen im Alltag und durch ständigen Leistungsdruck wertvolle Zeit verlieren.
"Stellen Sie sich eine Beerdigung vor: Eine Person galt als erfolgreich, mit Geld, Status und einem großen Unternehmen. Doch wenn in den Reden keine Verbundenheit oder Liebe erwähnt wird, hat diese Person dann wirklich gelebt Sie hat vielleicht den Gipfel erreicht, aber womöglich den falschen Berg bestiegen."
Heute passt alles, was Grace besitzt, in eine einzige Tasche. Ihr wahrer Reichtum liegt in den Begegnungen mit anderen Menschen und in der Freiheit, über ihre eigene Zeit zu bestimmen. "Ich bin nicht zu spät. Ich bin genau dort, wo ich sein soll."
Kein Weg zurück
Wenn Grace bald in Budapest ankommt, ist sie nicht mehr dieselbe Person wie zu Beginn in Den Haag. "Ich gehe nicht mehr zurück zu meinem alten Leben. Ich nehme mir den Raum, den ich brauche, und möchte auch andere dazu ermutigen, langsamer zu werden, mehr zu fühlen und wieder bei sich selbst anzukommen. Wie genau sich das weiterentwickelt, wird sich zeigen. Aber eines ist klar: Ich lebe jetzt nach meinen eigenen Vorstellungen."
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