Vatertag steht wieder vor der Tür. Der Festtag zu Ehren der Väter; hier werden Vaterschaft, väterliche Pflichten, ein männliches Vorbild für den Nachwuchs und der Einfluss von Vätern auf die Gesellschaft gefeiert. Woher kommt dieser Brauch und warum wird er an diesem Tag gefeiert? Und vor allem; was möchten Sie Ihrem Vater schenken? Schreiben Sie ihm eine einen schönen Brief, wie wichtig er für Sie ist und welche Rolle er in Ihrem Leben spielt.
Kein Geschenk wird ihn glücklicher machen. Und dann gibt es natürlich ein schönes und gesundes Geschenk dazu. Denn natürlich wollen Sie Ihren persönlichen Spitzenkandidaten belohnen!

Inspiration von Frauen

Der europäische Vatertag geht auf den Tag des Heiligen Josef zurück: Den Vater Jesu. Die Verbindung mit und Abstammung vom Katholizismus in Deutschland ist hier sichtbar. Der Vatertag fällt nämlich mit Christi Himmelfahrt zusammen, dem Tage, an dem Jesus zu seinem Vater im Himmel zurückkehrt.

Wie ist das in anderen Ländern? In den Vereinigten Staaten von Amerika lief es anders. Das Feiern eines Vatertags wurde durch die außergewöhnliche Hingabe „normaler“ Menschen geprägt. Und ja: Das waren Frauen!

Es gibt zwei Geschichten aus den USA zur Entstehung des Vatertags. Berichten zufolge wurde der erste Vatertag am 19. Juni 1910 im US-Bundesstaat Washington gefeiert. "Sonora Smart Dodd" hatte die Idee während einer kirchlichen Feier zum Muttertag. Dies weckte den Eindruck, dass nur die Mütter das Lob für die Erziehung der Kinder einheimsten, obwohl gerade ihr Vater darin für Sonara eine sehr wichtige Rolle spielte.

Sonaras Vater - William Smart - war ein Veteran aus dem amerikanischen Bürgerkrieg. Er wurde Witwer, als seine Frau bei der Geburt ihres sechsten Kindes starb. Er erzog seine geliebten sechs Kinder auf seiner kleinen Farm in Washington also alleine. Sonara hatte das Gefühl, dass auch er Anerkennung für all die harte Arbeit, Liebe und Hingabe verdiente. In 1910 reichte Sonara eine Petition an die "Spokane Ministerial Alliance" (in Washington) ein, um den Mut und das Engagement aller Väter wie William Smart anzuerkennen, und so gab sie einen ersten Anstoß für Vatertag in den USA.

Die andere Geschichte der ersten Vatertagsfeier fand auf der ganz anderen Seite des Landes statt: Fairmont, West Virginia, am 5. Juli 1908, sogar zwei Jahre früher. Dort schlug Grace Golden Clayton dem örtlichen evangelisch-methodistischen Pfarrer vor, Gottesdienste für alle Väter abzuhalten, die in bei einer Minenexplosion ums Leben gekommen waren. Es hatte 361 Tote gegeben, 250 davon waren Väter. Die Katastrophe ging als Monongah Mining Disaster in die Geschichte ein und gilt als größtes Bergbauunglück in den USA, aber es entstand aus der Tragödie ein Feiertag zu Ehren des Vaters.

Der Handel wurde aufmerksam

Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs erkannten auch Werbetreibende, das Potenzial des Vatertags; es sei eine ausgezeichnete Möglichkeit, die amerikanischen Truppen zu ehren und die entsandten Männer von zuhause aus zu unterstützen. Am Ende des Krieges war der Vatertag noch kein Bundesfeiertag, erlangte aber bereits (internationalen) Ruhm.

Erst 1972 unterzeichnete Richard Nixon während eines hart umkämpften Präsidentschaftswahlkampfs eine Proklamation, die den Vatertag zum Bundesfeiertag in den USA machte.

Was möchte ich schenken?

So viel zur Entstehungsgeschichte des Vatertags. Jetzt ist natürlich die Frage: Was möchte ich schenken? Wie finde ich ein passendes Geschenk? Auf jeden Fall sollte es etwas Persönliches sein! Ein Brief, eine Karte, in der Sie persönliche Wertschätzung zum Ausdruck bringen. Das kommt handgeschrieben doch immer noch am besten rüber. Dann können Sie sich für ein gesundes Geschenk entscheiden. Ist er sportbegeistert? Möchte er ein paar Kilo abnehmen oder lässt die Selbstpflege vielleicht – weil er natürlich immer zu viel zu tun hat - zu wünschen übrig? Sie werden schon fündig werden. Denn für Vater wie Mutter gilt: Hegen und Pflegen Sie die zwei, es gibt sie nur einmal!