Hungern fürs Gehirn 

Haben Sie schon mal für Ihr Gehirn gefastet? Wer schon mal gefastet hat, erinnert sich vielleicht an die verbesserte mentale Aufmerksamkeit während der Fastenzeit. Ein appetitanregendes Hormon, das in Magen und Bauchspeicheldrüse erzeugt wird, stimuliert laut neuer Erkenntnisse das Wachstum neuer Gehirnzellen und schützt das Gehirn außerdem gegen das Altern.
Das Hormon heißt Ghrelin und es ist als das Hungerhormon bekannt; es wird im Magen erzeugt wenn der (nahezu) leer ist. Je mehr Zeit verstreicht, ohne dass der Magen Nahrung bekommt, desto höher steigt die Konzentration an Ghrelin im Blut.
Bei Tieren wurde festgestellt, dass kalorienarme Diäten zu einem besser funktionierenden Gehirn führen und vor allem Ghrelin gilt als Ursache dafür. Auch wenn Mäuse Ghrelin direkt injiziert bekommen, verbessert das die Gehirnaktivität.

Tipp: Probieren Sie doch mal zu Fasten. Einfach ausprobieren was der hier beschriebene Bio-Hack für Sie bedeuten kann.

Ab in die Natur für mehr Ausgeglichenheit

Menschen scheinen darauf programmiert zu sein, sich in der Natur oder in ländlichen Gebieten friedvoller und ruhiger zu fühlen und in Städten verwirrter und gejagt zu fühlen. In den Teilen des Gehirns, die mit einem meditativen und entspannten Zustand in Verbindung gebracht werden, aktiviert wurden, wenn man sich Fotos von Landschaften und ländlichen Gegenden ansah. Dies ganz im Gegensatz zu den Gebieten im Gehirn, die visuelle Komplexität verarbeiten und angesprochen wurden, wenn die Versuchsperson sich Fotos von Städten anguckte.
Die Studie stärkt uns in der Vermutung, dass eine natürliche, ländliche Umgebung grundsätzlich für die mentale und körperliche Gesundheit von Menschen gut ist. Städtische Umgebung sorgt für Verwirrung und Wachsamkeit im Gehirn. Somit wird das Gehirn aktiv und erlebt man weniger Entspannung; dies gilt auch dann, wenn man sein ganzes Leben in städtischer Umgebung gelebt hat. Der weniger entspannte Zustand hat also nichts mit Gewohnheit zu tun. 

Tipp: Einfach: Gehen Sie so oft, wie der Alltag es zulässt in die Natur. Im Zweifelsfalle ist auch der Garten schon ein guter Anfang.

Sonnenlicht am Morgen

Sonnenlicht lässt das Gehirn besser funktionieren. Dabei geht es nicht um In-die-Sonne-starren, sondern um die Aussetzung an natürliches Licht am Morgen. Kontaktlinsen, Brillen, Sonnenbrillen und Fenster blockieren bestimmte Lichtfrequenzen aus der Sonne, darum sollte man die zuhause lassen.   
In unseren Augen sind lichtempfindliche Zellen, die direkt mit unserem Gehirn in Verbindung stehen. Sonnenlicht sorgt für eine optimale Stimulation dieser Verbindungen. Bekanntermaßen haben Lichtrezeptoren eine wesentliche Rolle in der menschlichen Physiologie und Gesundheit. Übrigens nicht nur im Gehirn, sondern im gesamten Körper.
Man denke beispielsweise an: verbesserten Schlafrhythmus, verbesserte Hormonregulierung, verbessertes Reaktionsvermögen positives Verhalten. Sonnenlicht am Morgen lässt außerdem die Körpertemperatur steigen, nachdem der Körper in der Nacht etwas kühler ist.
Ein Mangel an Licht durch schlechtes Timing, suboptimale Lichtspektren oder unzureichende Intensität ist nicht gut für die körperliche und geistige Gesundheit. Für einen optimalen Effekt sollte man sich 20 – 30 Minuten täglich an Morgenlicht gönnen.

Tipp: Setzen Sie sich der Morgensonne aus. Probieren Sie den Tag mit 20 Minuten in direktem, natürlichen Lichteinfluss zu beginnen.